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Campzeit 2018

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Das Magazin zum 13. BDB-Musikcamp 2018

10 Kleine Gruppen ganz

10 Kleine Gruppen ganz groß Campzeit 2018

11 Was spielt eigentlich die Posaune vor mir? Was macht die Flöte? Und wie hängt das alles zusammen? Den Tubisten Peter Riese trieben diese Fragen so sehr um, dass er sich daranmachte, der Sache auf den Grund zu gehen. Letztlich war das der Antrieb, der aus ihm einen anerkannten Arrangeur machte. Im Workshop „Arrangieren für Ensemble“ weihte er die Teilnehmer in die Geheimnisse eines guten Arrangements ein und erklärte ihnen die Grundbegriffe des Transponierens. Und das war genau das, was sie von ihm erwarteten. Patrick beispielsweise hat schon für Musikvereine und Brassbands arrangiert, bislang aber immer nur „frei Schnauze“. Vom Workshop erhofft er sich richtiges Rüstzeug fürs Arrangieren an die Hand zu bekommen. Genauso geht es Anna und Veit. Beide haben schon im kleinen Rahmen arrangiert: sie für die Kirchenband, er für den Hausgebrauch. Damit es gut klingt, gilt es jedoch Regeln zu beachten. „Ihr müsst die Instrumente kennen, ihre Stimmlagen und Tonumfänge, das ist das Allerwichtigste“, betont Peter Riese und lässt nur Sekunden später keinen Zweifel daran, dass er alle Eigenheiten von allen Instrumenten kennt. „Ich hatte das Glück, in einem kleinen Musikverein aufgewachsen zu sein. Irgendwann kannte und konnte ich einfach ganz viele Instrumente spielen“. Grundlagen über einen mehrstimmigen Satz, klangliche Vorstellungen und Wissen darum, welche Tonart sich für welche Besetzung eignet, können auch nicht schaden. Hilfreich ist auch die Erkenntnis, dass alles, auch das was im Radio zu hören ist, auf einem vierstimmigen Satz nach dem Schema Sopran, Alt, Tenor und Bass beruht. Welche Instrumente weit oder eng mensuriert, wie gestimmt sind und wie transponiert werden müssen – das ließ bei den Teilnehmern indes schnell die Köpfe rauchen. „Am Anfang schien mir das logisch, aber jetzt ist alles nur noch ein großes Durcheinander“, gesteht Fagottistin Rahel. Der Praxistest brachte dann aber für jeden ein unerwartetes Erfolgserlebnis: Die Aufgabe mit Hilfe des „eisernen Schlüssels der Musik“, dem Quintenzirkel, eine Stimme in C-Dur für das eigene Instrument in B-Dur zu transponieren, gelang auf Anhieb. „Ich bin von den Socken. Da war kein einziger Fehler drin“, lobt Riese voll der Überzeugung. „Irgendwann geht euch das in Fleisch und Blut über“. Und wenn nicht, dann gibt es in Kombination mit einigen Grundkenntnissen immer noch die digitale Unterstützung durch Sequenzer wie Logic Pro, Cubase und Pro Tools und Notationsprogramm wie Capella, Finale und Sibelius. (mfa) Brassband, Woodband und Bigband: Das Musizieren im Ensemble ist im Musikcamp eine feste Größe. In Workshops und Registerproben pflegen die Musikerinnen und Musiker das Zusammenspielen, lernen aufeinander zu hören und Verantwortung zu übernehmen. Dass das Thema Ensemblemusizieren 2018 auch theoretisch aufgegriffen wird, kommt nicht von ungefähr. Hat doch die BDB-Bläserjugend das Musikcamp zum Auftakt ihres „Jahres des Ensemblemusizierens“ erkoren. Was nicht verwundert. Denn ein Impulsgeber war das Musikcamp schon immer. Die Stücke, die dort aufliegen, werden später in den Orchestern der Teilnehmer genauso gespielt, wie Inhalte aus den Workshops aufgegriffen. Warum sollte dieser Weg nicht auch für das Ensemble musizieren funktionieren? Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen der BDB-Bläserjugend. „Wir wollen bei den Vereinen die Einsicht über die Bedeutung des Ensemblemusizierens fördern“, sagte Matthias Wolf im Interview mit der Campzeit. Am Herzen liegt dem Bundesjugendleiter das Ensemblemusizieren, weil mit ihm meist eine Qualitätssteigerung einhergeht. „Beim Ensemblemusizieren ist der einzelne Musizierende besonders gefordert, da bei sehr vielen Besetzungsformen jede Stimme solistisch besetzt ist. Das fördert das Zusammenspiel, das Aufeinanderhören und stärkt die Eigenverantwortung“, erläutert Wolf. Chancen bietet die Kammermusik indes nicht nur im Hinblick auf die Qualifizierung der Musiker, sondern auch im Bereich Konzertformate. Dass Ensembles eine Bereicherung für jedes Konzert sind, das wird das Abschlusskonzert des Musikcamps 2018 unter Beweis stellen. Dort stehen Brass- und Woodband selbstverständlich wieder auf der Bühne, um das Blasmusik affine Publikum mit der Begeisterung der Teilnehmer anzustecken. Wenn es gelänge, dann wäre die Rechnung der BDB-Bläserjugend aufgegangen. Hier herrscht Spielfreude pur Backings? Gap? Section? Alles klar? In der Bigband schon. Dort haben sich 12 Saxophonisten, neun Posaunisten, acht Trompeter, fünf Schlagzeuger, ein Tubist und ein E-Bassist um Philipp Niersmans versammelt und die haben das neue Vokabular schnell drauf. Und nicht nur das Vokabular. Philipp Niersmans verteilt Noten und Soli, zählt ein und los geht’s. „Wir probieren einfach mal aus, was passiert.“ Um es vorweg zu nehmen: viel. Nicht nur weil offensichtlich viele Bigband-Erfahrung mitbringen, sondern weil sich der Begeisterung, die Philipp Niersmans versprüht, keiner entziehen kann. Der 26-Jährige aus Nordrhein-Westfalen singt Melodien, klatscht Rhythmen und haut in die Tasten, dass es eine Freude ist. Kaum verwunderlich, dass sich immer mehr Zuhörer anlocken lassen und die Musiker auf der Bühne alles geben. Von den acht Stunden Probe, die den Musikern da schon im Ansatz stecken, ist nichts zu spüren. Hier herrscht Spielfreude pur. „Das klingt echt cool“, freut sich Philipp Niersmans. Für den studierten Jazz-Trompeter geht es in erster Linie darum Spaß zu haben und Literatur kennenzulernen. Vier Stücke aus Latin, Funk und Swing und verschiedener Schwierigkeitsgrade hat er dabei und die „prügelt“ er durch. Die Probenzeit ist schließlich knapp und muss von der Freizeit am Lagerfeuer und im Europa-Park abgezwackt werden. Obwohl – ein „Muss“ ist es für die 36 Bigband-Player nicht. Im Gegenteil. Sie sind mit Leidenschaft dabei und fiebern ihrem Auftritt beim bunten Abend entgegen. „Die Stücke machen voll Bock!“, lobt Schlagzeuger Julius im Vorbeigehen seinen Bandleader für die Auswahl. Dem wird das Publikum beim Bunten Abend lautstark beipflichten, so viel steht schon einmal fest. (mfa) Holzbläser in Klang und Balance Wo es eine Brassband gibt, kann die Woodband auch nicht weit sein, dachte sich der BDB. Obwohl sich das Konzept der Woodband in der restlichen Blasmusikszene noch nicht hinreichend etabliert hat, ist die Holzbläserformation im BDB-Musikcamp seit 2015 zusammen mit der Brassband Programm. Und so sind ihre Klänge auch in diesem Jahr bereits von Weitem in den Gängen der Ruster Grundschule zu hören, bevor man die Woodband überhaupt zu Gesicht bekommt. 11 Flöten, 9 Klarinetten, 7 Saxophone und ein Schlagzeuger bilden die diesjährige Woodband. Unter der Leitung von Jakob Scherzinger finden die noch zu Beginn etwas unsicheren Musikerinnen und Musiker schnell zusammen und können bereits nach der ersten Probe am Montag- Campzeit 2018

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