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Campzeit 2018

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Das Magazin zum 13. BDB-Musikcamp 2018

14 Jakob Scherzinger Als

14 Jakob Scherzinger Als FSJler beim BDB war Jakob Scherzinger 2011 zum ersten Mal im Musikcamp dabei. Seitdem war er bereits sieben Mal Teamer im Camp und half dazu auch oft an der Oboe in den beiden Orchestern aus.Erstmals übernahm er in diesem Jahr aber eine weitere Aufgabe: Die Leitung der Woodband. Die Campzeit hat ihm zu diesem speziellen Ensemble einige Fragen gestellt. Wie findest Du das Konzept „Woodband“? Grundsätzlich gefällt mir die Idee der Woodband sehr gut. Es gibt jedoch Vor- und Nachteile. Ein Vorteil an dieser Besetzung ist der kammermusikalische Aspekt: Die Spieler müssen genau aufeinander hören, gleichzeitig sind die einzelnen Stimmen auch sehr solistisch. Gerade bei den Flöten ist interessant, dass es eine größere Bandbreite an Stimmen gibt, als im traditionellen Blasorchester. Das macht das Ensemble für Flöten sehr reizvoll. Auf der anderen Seite ist oft die Intonation ein Problem, wenn man viel hohes Holz hat. Dazu fehlen bei der Woodband leider oft die fundamentalen Bass-Stimmen, weil man nicht auf ausreichende Bariton-Saxophone, Bassklarinetten und Fagotte zurückgreifen kann. Das macht den Klangausgleich schwierig. Ein weiterer Nachteil ist, dass es auch nicht einfach ist, für diese ungewöhnliche Formation Noten zu finden. Wie gehst Du bei Deiner Suche nach Literatur für Woodbands vor? Wie gesagt, es gibt wenig Literatur für Woodbands. Gut ist es, wenn man selbst arrangieren oder gar komponieren kann. Dann lässt sich durchaus etwas für diese Besetzung machen.Für die Woodband im diesjährigen Camp habe ich beim Stück „Hoe down“ teilweise Stimmen neu gesetzt und verteilt. Das zweite Stück „Windfall“ ist aber tatsächlich eines der wenigen Originale für Holzblasinstrumente eines Blasorchesters. Das Stück ist von 1972 und wurde in den USA geschrieben. Ich musste das Stück auch direkt aus Amerika bestellen und am Zoll abholen. Es kam deshalb erst knapp vor dem Camp an. Generell würde ich mir auf jeden Fall wünschen, dass es für diese interessante Besetzung mehr Literatur gibt. Hast Du außerhalb des Camps schon einmal eine Woodband geleitet? Nicht direkt. Allerdings habe ich bereits verschiedene Kammermusik-Formationen geleitet. Zum Beispiel Holzbläser- Quintette oder auch Oktette. Diese klassischen Besetzungen kommen dann aber grundsätzlich ohne Saxophon aus. Dass man eine solche Woodband aus allen Holzblasinstrumenten eines Blasorchesters formt, ist eher ungewöhnlich und noch nicht sehr verbreitet. Es ist aber wie eine Art Mischung aus Blasorchester und Kammermusik und das gefällt mir sehr. abend einige große Fortschritte verzeichnen. Auch ihr Dirigent ist zufrieden: „Wir haben zwar wenig Zeit, aber wir bekommen das hin!“ Und damit es auch wirklich klappt, wird fleißig weiter an den Stücken „Hoe-Down“ aus der Suite von Woodwinds, dem Kult-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ von Queen und „Windfall“ von Bill Holcombe geprobt. Besonders wichtig sei bei einer Holzbläserformation die Balance zwischen den einzelnen Instrumenten und Klängen, erklärt Scherzinger den 28 Jugendlichen. „Das Fundament bilden die tiefen Instrumente.“ Hier also die zwei Baritonsaxophone und die Bassklarinette. Die Spitze sind hingegen die hohen Instrumente, allen voran die Piccoloflöte. Deshalb müsse jede Note perfekt artikuliert und die Ohren für die Mitspielenden geöffnet werden, um eine ausgewogene Klangbalance herstellen zu können. Und das funktioniert schon gut. Das Klangfundament des „Woodband- Hauses“ ist so stabil, dass sich die restlichen Instrumente rundum wohl fühlen können. (mwi) Ein Chor im BDB-Musikcamp? Aber bitte! Musik machen mit dem eigenen Instrument? Kein Problem! Aber das Instrument beiseite legen und die körpereigene Stimme nutzen – das ist für viele eher ungewohnt. Doch genau das schien für viele der Reiz gewesen zu sein, am Chorworkshop teilzunehmen. In der Vergangenheit gab es schon einmal die Möglichkeit, im Camp in einem Chor zu singen und so keimte auch dieses Jahr wieder die Idee zu einem Chor-Workshop wieder auf. Unsere Teamerin Helena Warratz hat Musik auf Lehramt studiert und erweitert ihr Studium momentan mit dem Fach Gesang. Außerdem leitet sie drei Chöre, vom Kinderchor über den Gesangsverein bis hin zum Kirchenchor – die passende Kandidatin also für die Leitung des Workshops. Mehr als 30 interessierte Teilnehmer und Teamer wollten hier im Camp einmal in die Welt des Singens eintauchen. So wurden sie am ersten Workshop-Tag mit Einsingübungen von Helena leicht herangeführt. Weiter ging es mit kleineren Liedern und einem afrikanischen Loop-Song. Das ist ein Lied, das beliebig oft wiederholt werden kann und für den traditionellen „Bunten Abend“ als Eröffnung eingeplant wurde. Als Programmpunkte für den Freitagabend wurden außerdem „The lion sleeps tonight“ und „Oh happy day“ einstudiert. Die Jugendlichen waren dem Chor gegenüber sehr aufgeschlossen, sodass sich das Ergebnis schon nach kurzer Zeit hören lassen konnte. (jne) Die Teamer – einmal musikalisch Wenn alle Camp-Teilnehmer fleißig in den Proben des A- und B-Orchesters sitzen, bleibt den Teamern oft nichts anderes übrig als gespannt zuzuhören. So mancher verspürt dann das Bedürfnis auch selbst einmal musikalisch tätig zu werden. Damit die Teamer während der Camp-Woche musikalisch nicht völlig auf dem Trockenen sitzen, wurde die Teamer-Band ins Leben gerufen. Für den großen Auftritt am Bunten Abend bereitet sich die Band in einigen Proben nach der allmorgendlichen Teamer-Sitzung vor. Um die Leitung in diesem Jahr kümmert sich Franz Schindler, der mit humorvollen Metaphern und Feingefühl mit dem Ensemble die Klassiker „Uptown Girl“ und „In The Summertime“ einstudiert. Als langjähriger Teamer weiß Franz genau Bescheid, was die Camp-Teilnehmer am Bunten Abend von der Teamer-Band erwarten. Und um am Ende ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen, sind sich da die Teamer auch nicht zu schade, kurzfristig mal das Instrument zu wechseln. So rutschte Marco nach der ersten Probe einmal quer durchs Ensemble von der Querflöte auf die Posaune. Franz jedenfalls freut sich auf den Auftritt. „Wir überzeugen dann mit feinen Klängen, während die Big Band eher für den Punch verantwortlich ist“. (lec) Campzeit 2018

15 Franz Schindler Ein Musikcamp ohne Franz Schindler ist eigentlich undenkbar. Der 61-Jährige Dirigent und Musikpädagoge ist Teamer der ersten Stunde und vom ersten Musikcamp an dabei. Seine Schützlinge von damals, Marc Mehler, Marco und Simon Geigges sind heute in seine Fußstapfen getreten und nun ebenfalls Teamer im Musikcamp. Franz, du hast zum ersten Musikcamp eine Bücherkiste mitgebracht und das allabendliche Vorlesen eingeführt. Inzwischen bringen viele Teamer ihre eigenen Bücher zum Vorlesen mit. Warum sind solche Rituale wichtig? Die Kinder und Jugendlichen haben den ganzen Tag volles Programm, stehen oft schon um sieben auf und gehen erst um 23.30 Uhr ins Bett. Das Vorlesen lässt sie zur Ruhe kommen und runterfahren und sorgt gerade bei den Jüngeren dafür, dass sie sich wohl und aufgehoben fühlen. Auch weil es Erinnerungen an das Kindsein weckt. Da glaube ich immer noch voll und ganz an die Kraft von Geschichten und Märchen. Für meine eigenen Kinder habe ich die Gute- Nacht-Geschichten erfunden und weitergesponnen. Und ich erinnere mich, dass auch Bernd Redemann anfangs viele abenteuerliche Geschichten aus seinem Polizeidienst erzählt hat – Geschichten von Verfolgungsjagden zum Beispiel. Die waren zwar nicht erfunden, bei den Jungs aber der Renner. Du bist als Betreuer eingespannt, leitest Registerproben und die Teamerband. Was ist im MC Deine liebste Rolle? Meine Lieblingsrolle im Musikcamp passt ganz gut zu der Tatsache, dass ich der älteste Teamer bin: ich sorge gerne dafür, dass im Musikcamp ein guter Geist weht, und dass es sowohl zwischen den Teamern als auch unter den Teilnehmern menschlich funktioniert. Da kann ich die Gelassenheit des Alters (schmunzelt) und meine ganze Erfahrung aus Familie und Verein einbringen. Immerhin bin ich Vater von vier Kindern und habe über viele Jahre Musikvereine, Jugendkapellen und Chöre geleitet. Das macht mich quasi zum Allrounder Was macht das BDB-Musikcamp aus Deiner Sicht so besonders? Das, was das Musikcamp zu etwas Besonderem macht, ist zum einen, dass die Musik im Fokus steht. Das hat sich durch den Umzug in die Rheingießenhalle noch verstärkt, was mich sehr freut. Jetzt sind wir noch mehr bei uns selber und bei der Musik. Mehr als alles andere aber ist es der Spirit, der hier herrscht. Er macht das Musikcamp wirklich einzigartig. Eine Woche lang wird hier das große WIR gelebt, und alle bringen sich mit ihrer Persönlichkeit für das große Ganze ein. Hier werden anspruchsvolle Werke erarbeitet und im Umgang mit einander soziale Fertigkeiten erworben. Das Konzert ist dann die Demonstration all dessen und das ist durch die Musik hindurch spürbar, auch für das Publikum. DAS MUSS NICHT SEIN! SIEHT SO IHR SCHMERZGESICHT BEI VERSPÄTETER LIEFERUNG AUS? Wählen Sie lieber gleich den richtigen Partner für - Logistikdienstleistungen, - Lagerhaltung und - Europäische Linienverkehre für Stückgut und Ladungen In unserem Fachgeschäft finden Sie das Richtige. Für jedes Register. Und jedes Alter. OSA SPEDITION GMBH || Beim Breitenstein 14 || 79588 Efringen-Kirchen || 07628/90510 info@osasped.de || www.osasped.de Campzeit 2018

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